Vektoren und Vektoroperationen
Definition:
Grundlage der linearen Algebra und unverzichtbar für physikalische und chemische Berechnungen.
Details:
- Vektoren: Geordnete Listen von Zahlen, z.B. .
- Summen und Differenzen: Addiere/Subtrahiere komponentenweise, z.B. .
- Skalare Multiplikation: Multipliziere jede Komponente, z.B. .
- Skalarprodukt: Ergebnis ist ein Skalar, z.B. .
- Kreuzprodukt: Ergebnis ist ein Vektor, z.B. .
- Norm: Länge des Vektors, z.B. .
Eigenwerte und Eigenvektoren
Definition:
Eigenwerte und Eigenvektoren sind fundamentale Konzepte der linearen Algebra, die in der Quantenmechanik und anderen Bereichen der Chemie eine wichtige Rolle spielen.
Details:
- Eigenwertgleichung:
- Matrix A: quadratische Matrix
- Eigenwert (): Skalar, für den die Matrixgleichung eine Lösung besitzt
- Eigenvektor (): Nicht-Null-Vektor, der durch die Matrix nur um den Skalar gestreckt wird
- Eigenwertbestimmung: durch Lösen des charakteristischen Polynoms
- Eigenvektorbestimmung: durch Einsetzen der Eigenwerte in
Methoden zur Lösung von Differentialgleichungen
Definition:
Verfahren zur Bestimmung der Lösungen von Differentialgleichungen in der Chemie.
Details:
- Trennung der Variablen: Lösung durch Trennen und Integrieren der Variablen.
- Ansatzverfahren: Lösen durch Annahmen über die Form der Lösung.
- Partikuläre und homogene Lösung: Lösung der homogenen und inhomogenen Gleichung getrennt.
- Laplace-Transformation: Methode zur Linearisierung und Lösung durch Transformation in den Laplace-Raum.
- Fourier-Transformation: Zerlegung der Funktion in Frequenzkomponenten zur Lösung.
- Numerische Methoden: Einsatz von Algorithmen (z.B. Runge-Kutta) zur näherungsweisen Lösung.
Numerische Integration und Differentiation
Definition:
Numerische Verfahren zur näherungsweisen Berechnung von Integralen und Ableitungen.
Details:
- Trapezregel:
- Simpsonregel:
- Mittelpunktsregel:
- Vorwärtsdifferenz:
- Rückwärtsdifferenz:
- Zentraldifferenz:
Finite-Differenzen-Methode
Definition:
Numerisches Verfahren zur Lösung von Differentialgleichungen mittels Diskretisierung.
Details:
- Ersetzt Ableitungen durch Differenzenquotienten.
- Diskretisierungsraster mit Schrittweite .
- Zentrale Differenzenformel für die 1. Ableitung: .
- Zweite Ableitung: .
- Wichtige Anwendung in der Quantenchemie und Molekulardynamik.
Monte-Carlo-Simulationen
Definition:
Stochastische Methode zur Lösung mathematischer Probleme durch zufällige Probenauswahl. Angewendet zur Simulation von molekularen Prozessen.
Details:
- Berechnung von Integralen:
- Verwendung von Zufallszahlen zur Simulation.
- Anwendung in der statistischen Physik und Chemie.
- Energie-Minimierung von Molekülen.
- Statistische Konvergenz von Ergebnissen notwendig.
- Vergleich mit anderen stochastischen Methoden (z.B. Metropolis-Hastings-Algorithmus).
Thermodynamische Berechnungen
Definition:
Berechnung thermodynamischer Zustandsgrößen und Zustandsänderungen in chemischen Systemen basierend auf den Hauptsätzen der Thermodynamik.
Details:
- Erste Hauptsatz: Energieerhaltung
- Zweite Hauptsatz: Entropie nimmt zu
- Freie Enthalpie (Gibbs-Energie)
- Freie Energie (Helmholtz-Energie)
- Berechnung von Gleichgewichtskonstanten
- Phasenübergänge: Clapeyron-Gleichung
Kinetische Modelle in der Chemie
Definition:
Modelle zur Beschreibung der Geschwindigkeiten chemischer Reaktionen
Details:
- Die Reaktionsgeschwindigkeit kommt durch die Änderung der Konzentration der Reaktanten/Produkte pro Zeiteinheit zum Ausdruck
- Zerfalls- oder Bildungsrate:
- Arrhenius-Gleichung:
- Reaktionsordnungen: nullter, erster und zweiter Ordnung
- Geschwindigkeitskonstante k: abhängig von Temperatur, Druck, Katalysatoren
- Michaelis-Menten-Kinetik für enzymatische Reaktionen
- Stoßtheorie und Übergangszustandstheorie als Modelle zur Beschreibung der Reaktionsmechanismen