Forschungsmodul Physical Chemistry - Cheatsheet
Spektroskopische Techniken: UV-Vis, IR, NMR
Definition:
Spektroskopische Techniken umfassen Methoden zur Analyse der Wechselwirkung von Licht mit Materie, speziell UV-Vis, IR und NMR.
Details:
- UV-Vis-Spektroskopie: Analyse elektronischer Übergänge in Molekülen im UV- und sichtbaren Bereich.
- IR-Spektroskopie: Untersuchung molekularer Schwingungen und Rotationen durch Infrarotstrahlung.
- NMR-Spektroskopie: Bestimmung molekularer Struktur und Dynamik durch Wechselwirkungen von Atomkernen in einem Magnetfeld.
- UV-Vis: , Lambe-Beersches Gesetz:
- IR: Wellenzahl , Charakteristische Peaks für funktionelle Gruppen.
- NMR: ppm, chemische Verschiebung und Kopplungskonstanten.
Thermodynamik und statistische Mechanik
Definition:
Thermodynamik befasst sich mit makroskopischen Eigenschaften von Systemen und deren Energieaustausch. Statistische Mechanik erklärt thermodynamische Phänomene basierend auf mikroskopischen Zuständen von Teilchen.
Details:
- Erster Hauptsatz der Thermodynamik:
- Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik: Entropie eines abgeschlossenen Systems bleibt gleich oder nimmt zu.
- Zustandsgleichung für ideale Gase:
- Boltzmann-Verteilungsgesetz:
- Partition Function (Zustandssumme):
- Freie Energie:
- Verbinde mikroskopische Zustände mit makroskopischen Größen:
Kinetische Theorien chemischer Reaktionen
Definition:
Beschreibung der Geschwindigkeiten chemischer Reaktionen basierend auf molekularen Bewegungen und Kollisionen.
Details:
- Zentraler Ansatz: Reaktionsgeschwindigkeit hängt von der Anzahl und Energie der Kollisionen ab.
- Arrhenius-Gleichung:
- Michaelis-Menten-Kinetik für Enzymreaktionen.
- Übergangszustand-Theorie: Aktivierungsenergie und Aktivierter Komplex entscheidend für Reaktionsgeschwindigkeit.
- Stoßtheorie: Reaktanten müssen mit ausreichender Energie und richtig ausgerichtet kollidieren, um zu reagieren.
Oberflächenanalysen: AFM, SEM
Definition:
Oberflächenanalysen mittels Rasterkraftmikroskopie (AFM) und Rasterelektronenmikroskopie (SEM).
Details:
- AFM: Höchste Auflösung zur Untersuchung der Oberflächentopographie auf atomarer Ebene.
- SEM: Elektronenmikroskopieverfahren zur Analyse der Oberflächenstruktur; bietet hochauflösende Bilder.
- AFM nutzt eine feine Spitze zum Tasten und Abbilden.
- SEM verwendet einen Elektronenstrahl zur Rasterung der Oberfläche.
- AFM-Modi: Kontaktmodus, Nicht-Kontaktmodus, Tapping-Modus.
- SEM liefert Informationen über Morphologie und Zusammensetzung.
- Probenvorbereitung für SEM: Beschichtung (z.B. mit Gold) nötig, um Elektronenleitfähigkeit zu gewährleisten.
Thermoanalytische Methoden: DSC, TGA
Definition:
Thermoanalytische Methoden umfassen DSC (Differential Scanning Calorimetry) und TGA (Thermogravimetrische Analyse). Beide Methoden dienen zur Untersuchung der thermischen Eigenschaften von Materialien.
Details:
- DSC: misst die Temperatur- und Wärmemengenänderungen in einem Material.
- Grundgleichung DSC:
- DSC-Anwendungen: Bestimmung von Schmelzpunkten, Glasübergangstemperaturen, Phasenübergängen.
- TGA: misst den Gewichtsverlust eines Materials als Funktion der Temperatur.
- Grundgleichung TGA:
- TGA-Anwendungen: Bestimmung der thermischen Stabilität, Zersetzungsprozesse, Zusammensetzung.
Datenanalyse und Interpretation
Definition:
Analyse und Interpretation von experimentellen Daten in der Physikalischen Chemie, um Hypothesen zu testen und Modelle zu validieren.
Details:
- Daten vorverarbeiten: Bereinigung und Normalisierung von Daten.
- Statistische Methoden: Mittelwert, Standardabweichung, Varianz.
- Lineare und nichtlineare Regression: Anpassung von Modellen an Daten.
- Fourier-Transformation: Analyse von periodischen Signalen.
- Fehleranalyse: Unsicherheiten und deren Propagation.
- Korrelation vs. Kausalität: Unterscheidung und Interpretation.
- Software-Tools: Nutzung von Programmen wie MATLAB, OriginLab, und Python für Datenanalyse.
Quantenmechanik in der Chemie
Definition:
Anwendung quantenmechanischer Prinzipien zur Beschreibung und Vorhersage chemischer Systeme und Reaktionen.
Details:
- Schrödinger-Gleichung:
- Elektronenstruktur und Orbitale
- MO-Theorie zur Beschreibung molekularer Bindungen
- Born-Oppenheimer-Näherung: Trennt Bewegung von Kernen und Elektronen
- Pauli-Prinzip: Keine zwei Elektronen in einem Atom können denselben Quantenzustand einnehmen
- Heisenbergsche Unschärferelation:
- Semiklassische Ansätze und Dichtefunktionaltheorie (DFT)
Aufbau von Spektrometern
Definition:
Grundlegender Aufbau und Funktionsweise eines Spektrometers zur Analyse der spektralen Eigenschaften von Licht und Materie.
Details:
- Quelle (\text{Bsp. Lichtquelle}): erzeugt Strahlung
- Monochromator/Filter: selektiert spezifische Wellenlängen
- Probe: Wechselwirkung der Strahlung mit der Materie
- Detektor: misst die Intensität der durchgelassenen oder emittierten Strahlung
- Auswertungssystem: analysiert und zeigt die Daten